Systemische Therapie

...und eine Geschichte über alte Schuhe:

Was soll eine gute Therapiemethode?

 

Es geht darum, dass ein Leiden verringert werden soll. Ob eine grundlegende und vollständige Heilung möglich sein wird, lässt sich meist nicht vorhersagen. Stellen wir uns Folgendes vor: Ein Mensch hat Schmerzen, der Rücken tut ihm weh, ebenso die Schultern, die Füße und er geht zu einer Expertin. Diese hört und sieht das Problem an. Die Schuhe sind abgetragen, die Füße haben Druckstellen überall. Ferner hat der Mensch einen Rucksack dabei, der ziemlich voll ist und sehr schwer. Es entsteht ein erster Eindruck, wie es sich anfühlen mag, das schwere Ding Tag für Tag zu schleppen – in diesen Schuhen. Ein Wunder, dass der Mensch das so lange aushalten konnte!

 

Es gab einen Zeitpunkt, da war diese Ausrüstung perfekt gewesen. Nun stellen beide im Gespräch fest, dass sich die Zeiten, die Dinge und die Menschen geändert haben, die alte Ausrüstung ist nicht mehr so passend – und das Gehen und Tragen tut nur noch weh! Und vielleicht hat er diese Ausrüstung mal geliebt, der Rucksack steckt voller Andenken oder Werkzeuge, die einmal nützlich waren. Und vielleicht hatte der Mensch reichlich anderes zu tun, als den Rucksack durchzusehen und die Schuhe zu überprüfen. Und er hat vielleicht gar nicht gemerkt, was genau alles weh tut.

 

Und was nun? Alles wegwerfen? Sicher nicht. Erst einmal könnte es darum gehen, innezuhalten und sich das alles anzuschauen – die alte Ausrüstung in Ruhe zu betrachten, sie zu würdigen: Wofür war sie lange Zeit gut? Was passt nun nicht mehr? Und den Rücken zu strecken, die Schultern zu kreisen, mit den Zehen zu wackeln.

 

Am wenigsten geht es wohl darum, zu bewerten, ob es nun richtig war oder falsch war, diese Ausrüstung zu tragen und sie so lange zu tragen. Eher zu fragen: Welche Dinge sind heute hilfreich? Welchen Weg will der Mensch gehen? Durchs Watt, in die Berge oder zum Tanzen?

 

Die Therapeutin ist jedoch weniger eine Schuhverkäuferin – um in dem Bild zu bleiben: Eher ist eine, die das Wandern und Anderes kennt und Verständnis hat für den Wunsch, sich auf zwei Beinen zu bewegen, nützliche Ausrüstung für den Alltag dabei zu haben, sich lebendig zu fühlen. Die eine Idee hat, welche Art von Problemen bestimmte Ausrüstungen in bestimmten Situationen oder auch auf Dauer bereiten können. Eine, die versteht, dass Menschen ihre Wege auch gemeinsam mit Anderen gehen, die ebenfalls mit ihrer eigenen Ausrüstung unterwegs sind. Und dass jeder Mensch Experte für sein eigenes Leben ist, und es auch bleiben soll.

 

Wer sich mit einem zu schweren Rucksack herumschlägt, könnte meinen, andere Leute hätten diese Problem nicht – nur er selbst sei vielleicht dumm oder nicht ganz normal. Mit Geduld und auch mit ein wenig Humor kann es dagegen Freude machen, gemeinsam die Ausrüstung anzuschauen - passend dazu, wo man eben als nächstes hingehen möchte.

 

Prozessbegleitung:

Der Moment des Anschauens kann ein kurzer Augenblick sein, der neue Möglichkeiten hervorbringt. Diese Möglichkeiten sind im Alltag zu erproben, um besser zu verstehen, worum es geht. (Wie Schuhe eben!) Daher macht es Sinn, dass wir drei bis fünf zusammenhängende Sitzungen planen.

 

Konkretes Vorgehen:

 

Woher wissen Sie, ob mein Angebot zu Ihnen passt? - Sie kontaktieren mich telefonisch und wir klären, wobei genau Sie Unterstützung wünschen. Wir finden heraus, was das richtige Beratungsformat für Sie ist und klären die Kosten.

 

Wie lange ist die Wartezeit? - Die Wartezeit beträgt aktuell ca. 2 Wochen.

 

Wie viele Sitzungen können oder sollten es sein? - Sie planen 3 bis 12 Sitzungen ein (auf Wunsch weitere).

 

Und wenn ich bereits auf einer Warteliste für eine Therapieplatz stehe? - Die Gespräche können auch zur Überbrückung einer Wartezeit auf einen Therapieplatz dienen. Der Übergang kann jederzeit erfolgen.

 

Erhalte ich einen Bericht? - Auf Wunsch – und nur auf diesen Wunsch - erstelle ich Ihnen einen Bericht für den persönlichen Gebrauch, s.u.(bitte planen Sie hierfür ein Honorar ein).

 

Erhält die Krankenkasse einen Bericht? - Nein, da Sie die Sitzungen privat finanzieren, erfolgt kein Bericht an die Krankenkasse. 

 

 

 

Aus systemischer Perspektive

"(...) kann ein Problem als Herausforderung gesehen werden, wodurch beim Betroffenen und den bedeutsamen Personen in seiner Umgebung neue Kräfte geweckt werden können – und auch geweckt werden wollen. Es wird von dem ausgegangen, was er selbst verändern will und was sich auch verändern lässt. Statt Resignation, Einengung und Selbstmitleid liegt der Schwerpunkt auf der Anerkennung bereits vorhandener Fähigkeiten, auf Zukunftsperspektive und Selbstbestimmung, auch bei scheinbar aussichtslosen Problemen."

Quelle: https://systemische-gesellschaft.de/systemischer-ansatz/was-ist-systemisch/

Zielgruppe:

Ich arbeite unter anderem mit Menschen mit Burnout bzw. Boreout,  mit Menschen mit leichten bis mittelschweren Depressionen sowie mit Schmerzpatienten und Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen.

 

Eine Kooperation mit dem behandelnden Arzt bzw. Behandler-Team ist auf Ihren Wunsch hin möglich.



Wissenschaftlichkeit

Die Systemische Therapie ist in Deutschland als wissenschaftlich anerkanntes

Psychotherapieverfahren eingestuft.

 

Selbstzahler

Mein Angebot richtet sich an Selbstzahler. Vorteilhaft für Sie ist, dass damit auch keine Finanzierung gerechtfertigt werden  muss - also erfolgt kein Bericht an die Krankenkasse.

HP Psych

Ich bin in Münster durch das Gesundheitsamt zugelassen als Heilpraktikerin für Psychotherapie (HP Psych).

Gesetzlicher Rahmen

Ich weise darauf hin, dass ich Ihnen als HP Psych kein Heilversprechen geben darf.


Edna Wenning

Diplom-Psychologin

Praxisraum CoachingOase

Ostmarkstraße 10

48145 Münster

 

Mobil: 0176 64 40 36 98 

E-Mail: ednawenning(at)taetigsein.de

 

 

Grafik von Diplom-Psychologin Edna Wenning, Inhaberin von tätigsein

Zertifiziertes Mitglied der SG

Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V.